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Stealth-Bomber bald ohne Tarnkappe?

Vera-E heißt neues Luftüberwachungssystem

Es sind die sogenannten Tarnkappenflugzeuge, die vom aktiven Radar nicht geortet und somit auch nicht bekämpft werden können. Lange Jahre waren sie ein wohlbehütetes Geheimnis der US-Luftwaffe; nur wenige Bilder existierten von diesen Waffen.

In den letzten Jahren allerdings hat der Ruf der Tarnflugzeuge erlitten, und zwar aufgrund der tschechischen Technologie des passiven Radars. Vera-E heißt das Luftüberwachungssystem, das ohne aktiven Radarstrahl auskommt und auf 450 Kilometer Entfernung bis zu 20 Ziele gleichzeitig orten und verfolgen kann. Intressant ist sicher die Tatsache, daß damit auch der Tarnkappenbomber F-117 enttarnt werden kann.

Die relativ schwerfälligen Tarnkappenflugzeuge verlieren beim Einsatz des Passivradars ihren Vorteil - ihre Unsichtbarkeit. Weil sie auch keine Waffen zum Selbstschutz besitzen (das war bislang nicht nötig), sind sie nunmehr recht ungeschützte Waffensysteme. Und auch die konventionellen Kampf - und Bomberflugzeuge sind nicht gegen Passivradar gewappnet, denn ihre Antiradar-Raketen funktionieren hier ebenfalls nicht. Auch ein Ausschalten der Signalquellen, die vom Passivradar genutzt werden, wie Mobilfunkanlagen oder Rundfunk - und Fernsehsender, ist praktisch nicht möglich.

Eine hauptstärke der US-Luftwaffe wäre somit nicht mehr gegeben - die Möglichkeit von präzisen Überraschungsangriffen ohne eigene Verluste. Im Konfliktfall gäbe es sicher mehr Bilder von abgeschossenen US-Fliegern, und solche Fotos wirkten im amerikanischen Inland politisch sehr unvorteilhaft. Man erinnere sich nur an den abgeschossenen Tarnkapenflieger in Jugosslawien am 1999, bei dem eine Vorläufversion der Vera-E zum Einsatz kam.

Klaus von Grewendorp

 
     

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